Montag, 29. September 2014

Gemülldiagnose im Bienenvolk.



Für den Imker ist es durchaus von Interesse, sich mit dem zu beschäftigen, was Bienen so unsortiert unter sich gehen lassen, denn hieraus kann man einiges über den Gesundheitszustand eines Volkes herauslesen. Besonders über den aktuellen Befall eines Volkes mit Varroamilben kann man sich ein Bild machen und Abwehrstrategien planen.

Gemüll nennt der Imker alles, was unterhalb der Waben eines Bienenvolkes auf den Boden fällt. Die Untersuchung des Gemülls erlaubt Rückschlüsse auf die Gesundheit der Bienen.

Man erkennt etwas oberhalb der Mitte zwei Varroamilben (dunkelbraun glänzend und oval geformt), ferner Teile von Bienen (Flügel, Beine), Pollenpakete von verschiedenen Pflanzen (gelb, orange, grau), drei von den Bienen frisch ausgeschwitzte Wachsplättchen (die anfangs weiß und fast durchsichtig sind), einen hellbraunen runden Deckel einer Drohnenzelle, der beim Schlüpfen des Drohns abgenagt wurde, und viele kleinere Teilchen aus Wachs oder Pollen.

Die Gemülldiagnose hilft, die Varroa-Population von Bienenvölkern verlässlich zu beurteilen und Gegenstrategien zu entwickeln.

Wie man eine Gemülldiagnose durchführt, darüber informiert ein Merkblatt der Bienenforscherin und Imkerin Dr. Pia Aumeier.

Text: © Marzellus Boos, alle Rechte vorbehalten

Informationen zum Bild:
„Bienenvolk Gemuelldiagnose 63“ von Waugsberg - Eigenes Werk. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bienenvolk_Gemuelldiagnose_63.jpg#mediaviewer/File:Bienenvolk_Gemuelldiagnose_63.jpg

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