Freitag, 24. Oktober 2014

Ökotest Honig - auch in 2014 sind die Ergebnisse niederschmetternd

Honig ist ein Naturprodukt, das Reinheit und Unbedenklichkeit verspricht? Von Wegen. Die Zeitschrift Ökotest hat jetzt den Honig in den Supermarktregalen wieder einmal auf seine Qualitätsversprechen hin untersucht. Das Ergebnis ist ziemlich katastrophal. Nur sechs von 19 untersuchten Honigen bekamen das Prädikat empfehlenswert.


Was die Honigqualität in Frage stellt, sind die massiven Umweltstörungen, die den Bienen zu schaffen machen. "Sie sind den Spritzgiften der konventionellen Landwirtschaft ausgesetzt und müssen mit gentechnisch veränderten Pflanzen klarkommen." - Vor allem in Gegenden mit intensiver Landwirtschaft hat das Folgen für die Qualität der Honige. Was für für Deutschland gilt, gilt auch für Honigimporte aus Übersee. Vor allem in der Landwirtschaft als Pflanzenschutzmittel eingesetzte Nervengifte finden sich als Rückstände auch in den Honigen wieder.

Nur ca 20 % des in Deutschland vermarkteten Honigs stammen aus heimischer Imkerei. Die meisten Produkte in den Regalen der großen Handelsketten sind Importhonige. Unternehmen mit einem ausdrücklichen "Bioimage" wie Alnatura stehen ebenfalls in Sachen Honigqualität in der Kritik.

Ein Drittel der Honige aus Übersee enthalten Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen.  Jeder zweite Honig ist mit Rückständen von Pyrrolizidinalkaloiden (PA) belastet. Das sind pflanzeneigene Gifte, die in der Natur zur Abwehr von Fraßfeinden dienen. Deutsche Honige sind erfreulicherweise von dieser Problematik nicht betroffen. 

Importhonige aus Übersee wiesen auch einen erhöhten HMF-Gehalt (Hydroxymethylfurfural) auf. Diese chemische Verbindung ensteht dirch Erhitzung des Honigs oder ist ein Lagerschaden. Der Stoff gilt zwar nicht als gesundheitsschädlich, ist aber ein deutlicher Qualitätsmangel.  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen